Moskau kann mit anderen Großstädten dieser Welt mithalten. Die Vielfalt an Museen und Sammlungen, die Theater und Opern und das architektonische prachtvolle Stadtbild mit dem Kreml machen die Stadt zu einem wichtigen Kulturzentrum.
Dieses Theater ist das größte und berühmteste Moskaus. Es wurde schon 1776 gegründet, zu damaliger Zeit hatte der Besitzer Fürst Urussow das alleinige Recht innerhalb der Stadtmauern Schauspiele aufzuführen. Die Außenfassade zeigt deutlich, dass es vom russischen Klassizismus beeinflusst wurde, es zählt heute zu den schönsten Schauspielhäusern der Welt. Wer sich gerne eine Aufführung in diesem Haus während seines Moskau-Aufenthaltes ansehen möchte, sollte sich schon früh darum kümmern. Die günstigsten Karten für den obersten Rang sind schon für unter 10€ zu kaufen, aus diesem Grund sind viele Vorstellungen schnell ausverkauft. Vor de Türen herrscht ein kleiner Ticket-Schwarzmarkt, die Preise sind allerdings überteuert.
Dieses Museum der Bildenden Künste zeigt eine riesige Auswahl ans Gemälden und Exponaten des Altertum und der Renaissance. Wenige Kopien sind hier zu finden, der Großteil besteht aus originalen - selbst Stücke aus dem alten Ägypten gibt es hier zu bestaunen.
Dieser Prachtbau steht direkt am Roten Platz und ist durch sein architektonisch recht auffälliges Erscheinungsbild nicht zu übersehen. Das Museum beinhaltet über vier Millionen zur Geschichte Russlands, es ist deshalb das wichtigste und größte Museum des Landes. Wer das Staatliche Historische Museum besuchen möchte, sollte auf jeden Fall genug Zeit mitbringen!
Die russische Sprache, die auch in Moskau gesprochen wird, stellt Nichtmuttersprachler durch sein kyrillisches Alphabet vor eine große Herausforderung. Besonders Deutsch Russisch Übersetzungen sind dabei sehr schwierig. Nicht nur immer mehr Urlauber kommen in den letzten Jahren nach Moskau, sondern auch Sprachschüler, die Ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitern und russisch lernen wollen.
Die erste Erwähnung in den Geschichtsbüchern stammt aus dem Jahr 1147, aus diesem Grund wird dieses auch als Gründungsjahr betrachtet. Ausgrabungen haben allerdings ergeben, dass es schon vor über 5000 Jahren Siedlungen in dieser Gegend gegeben hat. In den folgenden Jahrzehnten entstand eine Ansiedlung, die in einem gehörigen Maße wuchs. Schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts wohnten über 30000 Menschen in ihr. Viel Not und Leid mussten Stadt und Bewohner in ihrer Vergangenheit erleiden: Mitte des 13. Jahrhunderts wurde sie komplett von den Mongolen nieder gebrannt, dann abermals 1382. Im 15. Jahrhundert wurde der heute noch das Stadtbild prägende Kreml ausgebaut und erweitert. Viele Handwerker fanden in der wachsenden Stadt ein neues Zuhause, die Einwohnerzahl steig rasant an.
1812 brannte die Stadt ein letztes Mal. Napoleon war bis an die Stadtmauern vorgedrungen, sah aber über de Hälfte der Häuser in Flammen stehen. Die Bewohner hatten sie selbst angezündet und waren aus Moskau vor den Franzosen geflohen. Mit dem anschließenden Wiederaufbau wurde Stadt und Infrastruktur modernisiert. Moskau hatte nun direkte Straßen- und Zugverbindungen in die anderen Städte des Landes. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Moskau Schauplatz etlicher Revolutionen und Ausbrüche von Bürgerkriegen. Nachdem Moskau 1712 das Privileg der Hauptstadt an St. Petersburg verloren hatte, wurde sie fast 200 Jahre später, 1918, wieder zur Hauptstadt Russland ernannt.
Im zweiten Weltkrieg startete die Deutsche Wehrmacht eine Großoffensive auf Moskau, konnte aber nur in geringer Zahl bis zur eigentlichen Stadt vordringen. Die Niederlage Deutschlands gegen Russland war die Größte, die es auf europäischem Boden zu erleiden hatte. Im Dezember 1991 hat Mikael Gorbatschow sein Amt als Präsident niedergelegt, dieser Zeitpunkt wird als Ende des ersten kommunistischen Staates angesehen.